
Schweigen – Verdrängen – Sollen – Handeln
Björn Süfke | Buch: Männerseelen (Seite 183)
Männer
Wir befinden uns in einer Art Transformation der bisherigen Männerbilder hin zu einem - ja, was eigentlich? Einem anderen Männerbild oder einer Ergänzung zu den bisherigen oder vielleicht auch nicht? Wohin die Reise geht, scheint noch lange nicht entschieden. Viel Raum also für Verwirrung, vielleicht auch Stress, Unbehagen und viel Rödelei.
Auf der einen Seite gibt es den starken Mann, der seine Emotionen weitestgehend zurückhält. Der sich aufopfernde Mann, der vielleicht viel für seine Familie arbeitet oder einfach viel Geld verdient. Er redet das Nötigste und/ oder hat immer neue Projekte. Auf der anderen Seite der Mann, der sich verletzlich, einfühlsam und kooperativ zeigt, sich gleichberechtigt in die Familie einbringt und der Partnerin (oder dem Partner) auf Augenhöhe begegnet und vielleicht auch weniger verdient.
Männlichkeit, was ist das überhaupt? Eigentlich wissen wir Männer das gar nicht so genau! Wir wissen nur, was es nicht ist: Alles, was weiblich ist oder “schwul” wirkt. Das führt bei manchen Männern zu einer Art “Vermeidungsorgie”, weil man ständig abwägen muss, ob etwas, was man tun möchte, “männlich genug” oder besser “unweiblich” genug ist. Die Erfüllung dieser unklaren Anforderungen ist für einen Mann unglaublich belastend und schlicht ein Ding der Unmöglichkeit. Dieses "Ding” der Unmöglichkeit kann sogar krank machen und hat das Potenzial in die Einsamkeit zu führen.
Kriege und andere Krisen haben uns daran gehindert, uns wirklich zu entwickeln. Auch In Europa herrscht nach über 75 Jahren Frieden wieder Krieg. Und wir haben den menschengemachten Klimawandel, der die Zukunft und den Wohlstand kommender Generationen gefährdet. Vieles davon haben wir uns selbst eingebrockt in dieser Welt, die im Wesentlichen von Männern dominiert wird!
Was ist denn jetzt richtig und was falsch? Aus Helden wurden Antihelden. Aus Bösewichten wurden “eigentlich gute Männer mit traumatischem Hintergrund”. Das macht sie per se wieder zu Antihelden und damit irgendwie auch zu Helden ihrer eigenen Lebensgeschichte. Selbst wenn ein Mann sich persönlich um die Kinder kümmert und der kleine Verdiener im Haushalt ist, kann es sein, dass er ständigen Angriffen seiner männlichen Freunde ausgesetzt ist, die das Geld nach Hause bringen. Und dann ist da noch die Beziehung. Hier sollte er einfühlsam, mitfühlend, warmherzig, usw. sein. Machos sind out - außer wenn uns jemand von der Seite schief anschaut - und wir reden bitte auch, bevor er etwas tut und er soll sich öffnen…auch wenn er vielleicht gar nicht weiß, was das sein soll.
Möglicherweise erlebst Du Dich gerade so oder so ähnlich?
Vielleicht hast Du aber auch eine Erfahrung gemacht, die Dich und Deine Überzeugungen darüber, wer Du bist oder was Männlichkeit ausmacht, erschüttert hat?
Im Coaching geht es nicht um Deine Rolle in der Gesellschaft (Chef, Vater, Ehemann, Liebhaber, Mann usw.), sondern um Dich als Mensch. Dieser Mensch hat Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche. Und er hat das Recht, diese auszudrücken und mitzuteilen.
Leider haben unsere jüngere Menschheitsgeschichte (die letzten 2000 - 3000 Jahre) und die daraus resultierenden gesellschaftlichen Vorgaben die Fähigkeit des Mannes, seinem eigenen Körper einen angemessenen Raum zu geben, eingeschränkt. Inzwischen hat man erkannt, dass psychische Störungen (z.B. Depressionen, Angststörungen, Alkohol- und Drogenabhängigkeit u.v.a.m.) häufig in der zweiten Lebenshälfte auftreten, bei Männern aber oft im Verborgenen bleiben - vor allem, wenn der Mann allein lebt und nicht in einer Partnerschaft.
Das geht leider so weit, dass 75 bis 80 Prozent aller Suizide in Deutschland von Männern begangen werden. Es scheint fast so, als sei es oft besser, sich das Leben zu nehmen, als über Probleme zu sprechen, sich verletzlich zu zeigen und Gefühle wie Angst, Trauer, Scham oder Schuld zuzulassen.
Gefühle sind in erster Linie körperliche Vorgänge, genauso wie Denken, Sprechen oder Handeln mit den Händen. Durch Gefühle erhalten wir Menschen Informationen über unser körperliches Empfinden und sie geben uns auch eine Bewegungsrichtung vor.
Unser Körpergefühl zeigt uns, was wir brauchen (Bedürfnisse & Wünsche) und die Bewegungsrichtung zeigt uns, ob wir auf etwas zu oder von etwas weg wollen. Es geht darum, ein Bewusstsein für diese Art von Körperreaktionen zu entwickeln, adäquate Handlungen zu finden und diese angemessen zu kommunizieren.
Im Coaching dreht sich alles darum, die eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche wahrzunehmen, zu akzeptieren, darüber zu sprechen und Handlungen zu entwickeln, die zu mehr Lebensfreude, mehr Erfüllung in der Partnerschaft und zu einem neuen Selbstverständnis führen.

Hast Du Fragen oder Themen, die Dich beschäftigen?
Dann lass uns miteinander sprechen! Ich freue mich Dich kennenzulernen!
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Das Vorgespräch für Dein Coaching ist kostenlos. Einen unverbindlichen Vertrag erhältst Du im Anschluss von mir. Du kannst Dich dann jederzeit melden und Deinen ersten Termin für ein Coaching mit mir vereinbaren. Anfangs empfehle ich nicht mehr als zwei Wochen Pause zwischen den einzelnen Terminen zu machen. Später wird es größere Pausen geben, die sich auch an Deinen persönlichen Zielen und Erkenntnissen ausrichten.
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